Gebühren
Kommissionen
Am Devisenmarkt existieren keine Kommissionen. Die Vergütung der Banken und Broker erfolgt über eine geringe Differenz von der Geld/Brief-Spanne (Bid/Offer-Spread).
Finanzierungskosten
Beim Spot-Währungshandel werden alle offenen Positionen am Ende des Handelstages geschlossen und am nächsten Tag neu eröffnet. Grundlage ist hierbei der Tageszinssatzunterschied zwischen den beiden Währungen. Die Rollover-Zinssätze können sich aufgrund von Zinssatzänderungen von Tag zu Tag ändern.
Unter Rollover versteht man das Schließen und Wiedereröffnen einer Position zwischen zwei Handelstagen. Die beiden Handlungen werden zur gleichen Zeit durchgeführt. Die Aufgabe eines eines Rollover ist es, ein gegebenes Währungsgeschäft in die Zukunft (in diesem Fall in den nächsten Handelstag) zu übertragen, unter Beachtung des Zinssatzunterschiedes zwischen den beiden Währungen.
Solange der Anleger die entsprechende Position nicht schließen, wird der Mechanismus fortlaufend jede offene Position in den nächsten Tag übertragen, vorrausgesetzt er verfügt über ausreichend Kapital, um alle Marginanforderungen für Ihren Handel zu leisten.
Beispiel:
Am Montag kauft der Investor 500.000 USD/JPY zu einem Kurs von 139,50. Er entscheidet sich die Position auch nach 21:00 Uhr offen zu halten. Am Mittwoch steht der Kurs bei 140,50. Die Position wird so automatisch in den Donnerstag übertragen.
Folgenden Details werden nun auf dem Konto des Anlegers vollzogen:
Es werden 500.000 USD/JPY Wert Mittwoch, zu einem Kurs von 141,02 verkauft. Es werden 500.000 USD/JPY Wert Donnerstag, zu einem Kurs von 141,00 gekauft.
Die Position wurde in den nächsten Handelstag (Donnerstag) übertragen. Als Ergebnis der Transaktion, wurden dem Konto, 2 Pips bzw. 70,92 US-Doller gutgeschrieben. Die 2 Pips spiegeln den Zinssatzunterschied wieder, den der Investor für die Übertragung der Position vom Mittwoch in den nächsten Handelstag erhalten hat.
In diesem Beispiel wurden 500.000 USD/JPY gekauft (Short-Position im japanischen Yen und Long-Position im US-Dollar). Der Anleger erhielt also den Zinssatzunterschied.
Hätten der Anleger jedoch 500.000 USD/JPY verkauft, (Long-Position im japanischn Yen und Short-Position im US-Dollar) müssten er den Zinssatzunterschied zahlen und das Konto würde mit dem Betrag belastet werden.